Eingeschränkt zu Hause weiterhin leben?

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Papa-Razzi
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Eingeschränkt zu Hause weiterhin leben?

#1

Beitrag von Papa-Razzi » 18.03.2019 - 18:24

Guten Abend zusammen,

irgendwie muss ich in letzter Zeit immer öfter darüber denken.. wir leben das Leben und alles ist für uns selbstverständlich, bis uns das Schicksal (wenn ihr denn daran glaubt) einen Strich durch die Rechnung macht. Bei einem guten Freund ist vor kurzem der Vater durch einen Unfall in die Situation gekommen, dass er alleine nicht mehr kann. Er hat sich jetzt von der Arbeit befreien lassen, um ihm zu helfen, aber auf Dauer geht es ja auch nicht. Würdet ihr in so einem Fall mit ruhigem Gewissen schlafen können, wenn stattdessen eine "fremde" Person eure Engsten betreuen würde? Ist das für den "normalsterblichen" überhaupt bezahlbar oder kriegt man in so einem Fall Unterstützung?

babba
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Re: Eingeschränkt zu Hause weiterhin leben?

#2

Beitrag von babba » 20.03.2019 - 12:05

Man kann diverse Pflegestufen beantragen und bekommt dann in der Regel eine entsprechende Betreuung von der Kasse bezahlt. Auch wenn das in Deutschland noch sehr weit verbreitet ist, können und wollen immer weniger Leute sich um ihre Eltern kümmern, wenn diese mal pflegebedürftig sind. Schließlich hat man ja auch noch ein eigenes Leben, um das man sich kümmern muss. Zumal man meist auch keine adequate Ausbildung hat, um überhaupt eine ordnungsgemäße Betreuung zu gewährleisten.

Ich persönlich würde meinen Kindern sowas auch nicht zumuten wollen. Viele werden dann aber im Alter zunehmend fordernd und das nagt dann schon am Gewissen und auch der Beziehung zu einander. Eine schwierige Situation aber mittlerweile gibt es auch alternative Konzepte wie die 24 Stunden Betreuung zu Hause, wo man eben nicht gleich ins Pflegeheim "abgeschoben" wird.

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hombreguapo
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Re: Eingeschränkt zu Hause weiterhin leben?

#3

Beitrag von hombreguapo » 20.06.2019 - 10:18

Ich glaube das schlechte Gewissen rührt daher, dass man früher mit allen Generationen in einem Haus gelebt hat und dass man sich da natürlich um die Alten gekümmert hat. Nun gibt es aber Leute die das übernehmen und man wird viel mehr von seinen eigenen Aufgaben beansprucht.
Ich bin zum Glück noch nicht in dieser Situation, kann also nur meine persönliche Meinung wiedergeben. Aber ich glaube man muss da kein schlechtes GEwissen haben. Wäre der Vater nicht auch belastet, wenn die Kinder so viel für einen opfern?

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